Ich und vegetarisch? never?

Zum Thema Vegetarisch/Vegan

Es ist so, dass man mich bis vor Kurzem noch als Anhänger der „Deutschen Fleischkultur“ bezeichnen konnte. Es gab für mich keine Kompromisse, mindestens ein Stück Fleisch, in welcher Form auch immer, musste am Feierabend auf dem Teller sein. Die Gattin war diesbezüglich nicht immer einer Meinung und bereitete schon das ein oder andere Mal Gerichte ohne Fleisch zu, was ich aber dann doch klaglos akzeptierte.

Dann waren da die Reporte im TV, auf Youtube und in anderen Medien. In denen ging es um das Leid der Tiere für die Fleischindustrie. Die Berichte selbst waren sicherlich schon von Anfang an gleich grausam und schockierend, doch irgendwie war es scheinbar so, dass das Hirn da unbewusst eine Blockade aufbaute.

„Meine Güte, wie kann man solch eine Quälerei zulassen“, war eines der Sätze, die ich beim Schauen einer dieser Sendungen voller Empörung auf dem Weg zum Kühlschrank von mir gab. Am Kühlschrank angekommen holte ich dann erst einmal die Wurstplatte raus und platzierte sie völlig normal auf dem Esstisch um wie immer die Brotzeit einzuläuten. Es fehlte einfach am Bewusstsein, dass ich ein Teil dieses Kreislaufes der Erbärmlichkeit war. Denn durch gedankenlosen Fleischkonsum und dem Kauf von immer billiger werdenden Produkten der Fleischindustrie, war es eigentlich erst möglich, dass es soweit kommt, so meine ich.

Doch je mehr ich diese Berichte anschaute, umso mehr machte ich mir Gedanken. Und ganz unvermeidlich versetzte ich mich auch schon einmal in die Lage genau dieser Tiere, welche ihr Dasein auf unserem Planeten eingepfercht für ein paar Monate verbringen, sich auf engstem Raum in ihren eigenen Exkrementen wälzen müssen, teilweise mit Medikamenten vollgestopft werden damit ihr Organismus am Ende nicht vor der Schlachtung schon aufgibt, dabei bekommen sie womöglich nicht ein einziges Mal das Tageslicht zu sehen.

Ich habe einen tierischen Kumpel. Einen Hund der unser kleines Häuschen mit uns teilt und er ist von Anfang an ein Mitglied der Familie. So wie er Veränderungen an uns wahrnimmt, so erkannten wir genauso seinen Zustand und seine Bedürfnisse. Und je mehr man sich darauf einlässt, desto mehr gelangt man zur Erkenntnis, dass jedes Lebewesen, ob Tier oder Mensch ganz einfach Dinge braucht, die das Leben mit sich bringt. Das sind, so denke ich, für uns selbstverständliche Dinge wie das Genießen der Sonnenstrahlen, das freie Umherlaufen, auch wenn wir diesbezüglich zurzeit diverse Einschränkungen selbst zu spüren bekommen. Und genau in dieser Zeit, unter genau diesen Umständen könnte man die ganze Situation als Weckruf für das eigene Bewusstsein ansehen. Denn unzählige Lebewesen machen noch unvergleichlich viel schlimmere Dinge durch. Und das Tag für Tag, für Tag, für Tag.

Und so kam es letztendlich dazu, dass wir uns dazu entschlossen diesem Kreislauf zu entfliehen und als Familie sehr viel mehr darauf zu achten unsere Ernährung fleischloser zu gestalten. Statt jeden Tag Fleisch zu essen, nur ein oder zwei Mal in der Woche. Mehr Gemüse auf den Tisch zu bringen und (nun kommt es) tatsächlich auch mal vegane Wurst auf das Brot zu legen. Und siehe da, diese Produkte sind wirklich gar nicht so übel wie anfangs. Wir haben diese Sache schon vor einer ganzen Weile mal getestet und da schmeckte es wahrlich nicht sonderlich gut. Aber die Hersteller haben gelernt und die Rezepturen soweit verfeinert, dass man tatsächlich von „gut schmecken“ reden kann. Ein vegetarisches Schnitzel ist ebenfalls geschmacklich als gut zu bewerten und was so eine Bratwurst aus diesen Sortimenten mit einer Mühle angeht sind diese, meiner Meinung nach, wirklich lecker. Einen Vergleich mit dem fleischlichen Pendant spare ich mir an dieser Stelle, denn diesen Fehler habe ich auch früher gemacht. Es uns nicht mehr darum, dass es genauso schmeckt wie die Produkte, die mit Leid und Elend verbunden sind. Es geht darum, dass wir uns ganz bewusst dazu entschieden haben diesen Weg einzuschlagen und als Nebenwirkung noch die Gewissheit haben, dass dafür kein Tier leiden und sterben musste. Ich werde sicherlich zukünftig auch noch das ein oder andere Mal Fleisch konsumieren, aber das geschieht schon beim Einkauf viel bewusster. Seltener, etwas teurer, möglichst regional vom nahen Bauern, aber dafür in der Gewissheit die Qualen nicht weiter zu unterstützen.

Ich möchte Euch an dieser Stelle ebooks in meinem Shop, mit sehr vielen vegetarischen und veganen Rezepten ans Herz legen und bin überzeugt, dass auch Ihr Gefallen daran findet Euch bewusster zu ernähren.

Probiert es doch einfach aus, ihr werdet merken: „Es ist nicht schwer“.

Liebe Grüße

Norbert

Katgeorie:Natürlich für Eure Gesundheit | Kommentare deaktiviert für Ich und vegetarisch? never?